OpenDesignProjekt

Warum das Rad neu erfinden ?

Was ist das OpenDesignProjekt ?

Das OpenDesignProjekt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Gedankenskizze. Aus diesem Grund sei schon zu Beginn erwähnt, dass viele Dinge sehr ungeordnet sind. Viele Fragen stehen im Raum, die es zu bewältigen gilt.

Die Bezeichnung des Projektes hat seinen Ursprung in der Analogie zu Bewegungen, denen eine ähnliche Intention zu Grunde liegt.
Grundgedanke ist, Design kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Warum sollte man das tun fragen Sie sich nun zurecht. Die Antwort ist einfach:
Weil alle davon profitieren. Wo der Gewinn sowohl im ideelen wie auch im materielen Sinne zu suchen ist, wird später zu erörtern sein.
Bereiche, in denen der Opensourcegedanke bereits zu finden ist, sind Opensourcesoftware, Openhardware und Opendirectory. Alle Bereiche stehen in Kontakt miteinander, und es ist zu erwarten, dass sich Opendesign nahtlos in die Struktur einfügt.
Folgende Grafik soll die Beziehungen veranschaulichen:

Beziehungen zwischen den einzelnen Bereichen

In welchen Bereichen könnten "Opendesigner" arbeiten?

Zu Beginn der Opendesignentwicklung ist es wichtig, die Werkzeuge der Designer auszubauen. Dies sind im wesentlichen CAD-Programme, vektorbasierte Zeichenprogramme und Grafikprogramme. Der wesentliche Vorteil besteht darin, dass es sich bei diesen Programmen um Opensourceprogramme handeln soll. Sie sollen unter Linux laufen, und so den softwarebedingten Kostendruck von den Designern nehmen. Von dieser Entwicklung werden auch sehr stark Universitäten profitieren, da besagte Software hier häufig zum Einsatz kommt, und gegenwärtig nur schwer zu finanzieren ist. Die Designer können an der Gestaltung und Usability der Software, welche sie selbst benötigen, mitwirken. Fehler werden so schnell und effizient beseitigt.
Nachdem die Werkzeuge der Designer verbessert wurden, geht es an die Verbesserung anderer Opensourceprogramme. Vor allem schlechte Interfacegestaltung führt dazu, dass die Akzeptanz für Opensourceprogramme oft gering ist. Designer sind in der Lage, sowohl die Oberflächen wie auch die Strukturen der Programme zu verbessern, natürlich immer in enger Zusammenarbeit mit den Programmierern. Diese Zusammenarbeit sollte nie enden.
Es ist denkbar, dass sich das Opendesign in Zukunft von seiner engen Bindung an die Softwarescene löst. Damit ist nicht gemeint, dass die Zusammenarbeit endet, sondern das weitere Betätigungsfelder erschlossen werden. Man stelle sich vor, man entwickelt für öffentliche Auftrageber Produkte. Diese Produkte sollten der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund müssen sie unter einer freien Lizenz, ähnlich GPL, geschützt werden. So entworfene Produkte könnten stetig weiterentwickelt und verbessert werden (um dem Kind einen Namen zu geben, nenne ich im Folgenden eine solch offene Lizenz ODL (OpenDesignLizenz)).Opendesign leistet somit einen Beitrag zur Verbesserung unserer Umwelt durch Verbesserung der Produkte. Entsprechend den Leitsätzen der Opensourcebewegung, ist dem Feedback der Konsumenten hohe Aufmerksamkeit zu widmen. Sie testen die Produkte, sie erkennen ihre Fehler.

Welche Probleme sind zu erwarten?

Viele Designer vertreten die Ansicht, es sei sehr wichtig sich selbst über seine Entwürfe zu definieren. Von diesem Gedanken müssen sie sich verabschieden, denn zum einen liegt in der Teamarbeit ein hohes Potential, zum anderen liegt die Stärke nicht unbedingt im Entwickeln neuer Ansätze.
Um es mit den Worten von Eric Raymond zu sagen:
Good programmers know what to write. Great ones know what to rewrite (and reuse).

Finanzierung: Welche Dienstleistungen (Support/Schulungen usw.) kann man anbieten?
Welche Potentiale können neben den ideelen genutzt werden?

Projektstruktur: Welche Struktur ermöglicht ein nach allen Seiten offenes und denoch zielgerichtetes Wachstum?
Wie kann sich das Projekt selbst organisieren?

Identifizierung

Alle erwähnten OpenXprojekte leben von der starken Identifizierung der Entwickler und der Community mit den Projekten. Es ist deshalb ratsam, sich über Identifikationsmöglichkeiten Gedanken zu machen. Zu Beginn der Entwicklung wird es evtl. bei einem "Maskotchen" wie etwa bei Linux oder MySql bleiben, langfristig ist dieses Thema aber sicher so wichtig, dass man sich darüber hinaus damit beschäftigen muss.

ToDo Liste



Sie haben Interesse an diesem Themengebiet und wollen aktiv mitarbeiten? Scheuen Sie sich nicht mir zu mailen!
Ein solches Projekt lebt von der Arbeit vieler. Ob Sie nun interessante Literatur oder Links zum Thema beisteuern, Webspace für Datenbanken oder Ihr Wissen zur Verfügung stellen, alles ist willkommen.
Sie müssen kein Profi sein um zu helfen !

Kontakt: Michael Gerhold, mail [at] michamo.de
Als Chatmöglichkeit bietet sich, da vorhanden, der Channel #produktdesigner im irc.quakenet.org an.


FAQ

Hier wird ständig von Design geredet, warum ist diese Seite dann so schlicht?
- Diese Seite sollen alle sehen können, unabhängig von ihrem Betriebssystem und ihrem Browser


Offene Linkliste

Hier finden sich grob sortierte Links, welche wie auch immer geartet interessant für das Projekt sein könnten

Php

SELFPHP 1.2 (PHP-Dateien selbst erstellen)
PHP: PHP Handbuch - Manual
Linux Penguins
SelfLinux
Linkseite | Der Linuxanfänger

Open Source

Volker Grassmuck: Freie Software 1/2
Linux-Magazin - Basar
Linus Torvalds - Wikipedia
Eric S. Raymond's Home Page
Oekonux

Open Design

First Step Housing
Open Collector
Tim Bruysten's Weblog
Open Design Aphorisms
Business Models for Open Source Hardware Design

Mass Customization

CMOEBEL - Elektronisches Musterbuch für CNC-gerechtes Design
InMODe
www.holzmann-stoll.de/
Dt. Projekt mShape
mTable
Mass Customization, Customer Integration, Open Innovation & Personalization

Sonstiges

Datenbank, MySQL und PHP
CHIP: Linux - FAQ
Artikel über Oekonux in der Frankfurter Rundschau
The HTML Hell Page, von Eric Raymond
Internet Philosophen

Design ist die Veränderung von Zuständen

April 2004